Zika III

16.11.2016

Reise-Rückkehrer, Zika und Tigermücken in der warme Rheinebene

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Helle Haut, dunkle Haut, Afrikaner im Norden: Vitamin D

11.11.2016

Wer sich einmal daran gewöhnt hat, die Evolution von der Seite der Medizin zu sehen, gerät regelmäßig und fast zwangsläufig in die Tiefe der Vergangenheit. Die Archäologie reicht bis in die Gegenwart.
Vitamin D:
In den "westlichen" Ländern hat sich die Zahl der Menschen, deren Vitamin D-Spiegel unterhalb eines bedenklichen Grenzwertes liegt, in den vergangenen 10 Jahren verdoppelt. 90% der dunkelhäutige Menschen in den USA haben/leiden unter diesem Mangel.
Ein Vitamin D-Defizit bedeutet Gefahr von Osteoporose, Knochenbrüche im Alter, Muskelschwäche, Gelenk-, Bänderschwäche, aber auch Tuberkulose-Anfälligkeit, Atemwegsinfekte und vieles mehr.
Vitamin D entsteht in der Haut, durch Sonneneinstrahlung. Wer aber hinter Mauern und Glas, im Auto oder vor dem Bildschirm lebt und arbeitet, aus Angst vor Krebs Sonnencreme verwendet und die Haut aus unterschiedlichsten Gründen verdeckt, gerät in einen Vitamin-Mangel.
Menschen mit dunkler Haut sind besonders betroffen. Sie tragen noch die Signatur unserer Evolution unter afrikanischer Sonne, vor der sich ihre Haut schützen musste, wo aber die Synthese von Vitamin D immer gewährleistet war.
Wenn sich heute nachweisen lässt, dass dunkelhäutige Menschen wegen ihres natürlichen Sonnenschutzes in mittleren und nördlichen Breitengraden gesundheitliche Probleme entwickeln, wie war es damals, als der schwarze afrikanisch Homo sapiens auch in Asien und Europa besiedelte.

Die Synthese von Vitamin D in der Haut hängt mit der Hautfarbe zusammen: Hellhäutige Menschen sind gegenüber Dunkelhäutigen im Vorteil. In ihrer Haut wird mehr Vitamin gebildet als in der Haut von Schwarzen - zumindest wenn sie in höheren, nördlichen Breitengraden leben. Unsere dunkelhäutigen, afrikanischen Vorfahren waren mit der Migration nach Norden in Regionen angekommen, in denen sie notgedrungen mit den Folgen eines Vitamin D-Mangels konfrontiert waren.

Waren die gesundheitlichen Folgen so gravierend, dass pigmentierte Haut in eine negative Selektion geriet?
Immerhin wurden die Menschen im Norden in evolutionär kurzer Zeit zum Hellhäutigen.

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Evolutionsbiologie, Retroviren und die Entstehung der Plazenta

17.06.2016

Konnte der Moderne Mensch seine Fähigkeiten allein in Folge von Mutationen entfalten? Mit einer theoretisch anzunehmende Zahl „passender“ Mutationen ist der Quantensprung, der zur Herausbildung des Modernen Menschen nicht zu erklären. Die wenigen Zehntausend Jahren hätten dazu nicht ausgereicht. Es muss andere evolutionäre Einflüsse geben als die zufälligen Mutationen.

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Rom 161-192 n.Chr. Pockenepidmie?

22.05.2016

Es ist anzunehmen, dass Rom, eine Großstadt mit mehreren Hundertausend Einwohnern, im 2. Jahrhundert Opfer einer Pockenepidemie geworden war. Das Römische Reich hatte ihre Streitkräfte auch in den Regionen, in denen mit der Domestizierung der Kamele die Pocken sich dem Menschen angepasst hatten.

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Endlich ein Impfstoff!

20.03.2016

Dengue - Impfstoff getestet! Erfolgreich!
Nützt es auch bei der Zika-Pandemie?

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Zika II

02.03.2016

Mittlerweile wurde der Gesundheitsnotstand über den Süden und die Mitte Amerikas ausgerufen. Es sollen seit 2014 fast 4.000 Kinder mit Mikrozephalus geboren worden sein (gegenüber etwa 200 in früheren Jahren).
In vielen Ländern häufen sich jetzt Schwangerschaftsunterbrechungen, die Frauen aus Angst vor einer möglichen Behinderung des Kindes vornehmen lassen. Auch haben mehrere Regierungen einen Aufruf erlassen, Schwangerschaften gegenwärtig zu vermeiden. Reisewarnungen gelten sowieso
Einige medizinischen Erläuterungen zur Zika-Epidemie:

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Zika – Wieder eine alte afrikanische Krankheit

02.03.2016

Zika: aktuell 01.03.2016

Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch, ohne Insektenstich ist möglich. Das ist eine erstaunliche und erschreckende Nachricht - eine Katastrophe!!!.
Ein Reisender aus Brasilien hat seine europäische Partnerin (die nicht verreist war) mit dem Zika-Virus infiziert. Damit hat dieser Virus ein Entwicklungsstadium erreicht, der bei verwandten Viren wie Dengue und West-Nil bislang nicht beobachtet wurde. Immerhin ist Dengue eine Jahrtausend alte Krankheit der asiatischen Menschenaffen.
Vor Jahrzehnten wurde der Zika-Virus bereits in der Mitte Afrikas identifiziert. Die Auswirkungen einer Krankheit auf die dortige Bevölkerung, die Mikrozephalie bei Neugeborenen wurden bislang aber weder erwähnt noch erfasst. Wie bei Aids kümmert man sich erst darum, wenn sich der Westen bedroht fühlt. Auch von der Inselwelt des Indischen und Pazifischen Ozeans, wo Zika seit etwa 10 Jahren auftritt, wurde wenig bekannt. Zika ist damit wieder eine afrikanische Krankheit, die erst jetzt im „Westen“ auf Interesse stößt.

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